Dass eine Hochzeit nicht billig ist, dürfte vielen Brautpaaren schon zu Beginn ihrer Planung bewusst sein. Dennoch folgt bei vielen die Ernüchterung, nachdem sie einen Blick auf die Preise für das Catering geworfen haben. Dieses ist nämlich meistens der größte Kostenpunkt und kann so manches Budget sprengen. Glücklicherweise gibt es aber zahlreiche Tipps und Tricks, wie Ihr beim Hochzeits-Catering sparen könnt – ohne dass die Gäste es bemerken. Wir verraten Euch, wie Ihr beim Essen und Trinken ordentlich auftischen könnt und dabei trotzdem so günstig wie möglich wegkommt.

Dass wir Österreicher gerne günstig heiraten, verrät eine Umfrage: Durchschnittlich 4.700 Euro kostet demnach hierzulande eine Hochzeit – und damit deutlich weniger als in vielen anderen europäischen Ländern. Während sich also einige Paare dafür entscheiden, nur zu zweit oder ganz klein mit dem engsten Familienkreis zu feiern, planen andere eine große Feier mit dutzenden oder sogar hunderten Gästen. Pauschal gilt dabei natürlich: Je mehr Gäste, desto teurer wird die Hochzeit. Schließlich benötigt Ihr dann auch eine große Location und müsst mehr Gäste verpflegen. Denn die Kosten für das Catering berechnen sich auch nach der Anzahl an Personen. Heiratet Ihr also entsprechend groß, kommen schnell fünfstellige Beträge zusammen, allein für das Catering. Dagegen wirken die 1.500 Euro für das Brautkleid oder beispielsweise 3.000 Euro Miete für die Location plötzlich wenig.

Catering: Größter Kostenfaktor mit großem Sparpotenzial

Diese Beispiele machen bereits deutlich, dass die Verköstigung bei vielen Hochzeitsfeiern die größte Position auf der Rechnung darstellt. Das soll Euch aber keine Angst machen, sondern ist eigentlich sogar eine gute Nachricht: Denn hier könnt Ihr mit einigen simplen Tricks viel Geld sparen und somit wird Eure gesamte Hochzeitsfeier deutlich günstiger – aber verliert nicht an Qualität. Im Gegenteil: Hier und da selbst mit anzupacken, wie beispielsweise bei der Hochzeitsdeko auch, verleiht Eurer Hochzeit eine persönliche Note und bleibt den Gästen garantiert in Erinnerung.

Tipps für ein günstiges Catering bei kleinem Hochzeitsbudget

Wenn also beispielsweise die Hochzeitstorte selbstgebacken ist oder Ihr kulinarische Köstlichkeiten vom Grill anbietet, anstelle des Standardmenüs vom Haus-Catering, macht Ihr Eure Feier zu einem besonderen Erlebnis für die Gäste, an welches sie sich auch in vielen Jahren und Jahrzehnten noch zurückerinnern werden. Das sind unsere Spartipps:

Das Catering ist entscheidend bei der Wahl der Hochzeitslocation

Selbst Hand anzulegen, bedeutet natürlich nicht, auf einen Caterer oder Servicepersonal zu verzichten. Denn alleine das Essen zuzubereiten und zu servieren, ist weder möglich noch sinnvoll. Was Ihr allerdings machen könnt, ist den Caterer bewusst auszuwählen. Bei vielen Locations seid Ihr bereits vertraglich gebunden, den „Haus-Caterer“ für Eure Feier zu buchen. Ihr habt also keine Auswahl und dementsprechend sind die Preise für solche Anbieter meist überdurchschnittlich hoch.

Bereits bei der Besichtigung der Location ist es daher sinnvoll, nach den Möglichkeiten sowie Preisen für das Catering zu fragen. Bei einigen Veranstaltungsorten könnt Ihr das Catering auf Wunsch selbst organisieren und Euch somit Angebote von verschiedenen Dienstleistern einholen. Zudem genießt Ihr dann auch eine größere Auswahl, wenn es um die Wahl der servierten Speisen und Getränke geht. Wenn Ihr also nicht unbedingt in einer bestimmten Location heiraten möchtet, bleibt diesbezüglich offen und bezieht auch das Catering in eure Wahl mit ein.

Die richtige Menge

Habt Ihr einen günstigen Caterer gefunden, der Euch das Menü Eurer Wahl zusammenstellt, solltet Ihr folgenden typischen Fehler unbedingt vermeiden: Bei zahlreichen Hochzeiten wird schlichtweg viel zu viel aufgetischt. Der Großteil der Speisen landet schlussendlich im Müll oder Ihr bleibt auf einer Menge an Resten sitzen. Während ungeöffnete Getränke vom Catering in der Regel wieder zurückgenommen und damit nicht berechnet werden, gilt dies für das Essen natürlich nicht. Denn aufgewärmte Reste könnten nicht einfach bei der nächsten Hochzeit serviert werden.

Die richtige Berechnung der Menge ist deshalb das A und O, um beim Hochzeits-Catering nicht unnötig Geld aus dem Fenster zu werfen. Der Caterer kann in der Regel mit seinen Erfahrungswerten sehr gut helfen und Euch beraten. Sinnvoll ist es zudem, nicht fünf verschiedene Beilagen oder sechs Gänge zu offerieren, sondern lieber zwei qualitativ hochwertige Wahlmöglichkeiten und ein Salatbuffet zum Hauptgang – oder so ähnlich.

Die richtige Auswahl an Speisen

Ein Vorspeisen- oder Salatbuffet, ein Hauptgang mit vegetarischer Alternative sowie ein kleines Dessertbuffet sind also völlig ausreichend. Zudem kann die Wahl der Speisen darüber entscheiden, wie teuer das Catering insgesamt wird. Fleisch und Fisch sind dabei häufig der größte Kostenfaktor. Setzt hierbei auf bodenständige, aber ansprechende Ideen wie Wildfleisch der jeweiligen Saison. Das schmeckt gut, ist etwas Besonderes und dennoch vergleichsweise günstig.

Und auch bei den Salaten, Beilagen & Co orientiert Ihr Euch am besten an saisonalen sowie regionalen Lebensmitteln. Diese sind zudem meist qualitativ hochwertiger, kommen der Umwelt zugute und Eurem Geldbeutel auch.

Alkoholische Getränke

Beim Trinken sind es vor allem die alkoholischen Getränke, welche schnell teuer werden. Doch es muss nicht der Champagner sein und die Gäste müssen auch keine grenzenlose Auswahl haben. Offeriert beispielsweise einen erfrischenden Weißwein, einen vollmundigen Rotwein sowie ein gutes Bier. Wenn gewünscht, könnt Ihr den Gästen auch noch ein bis zwei Mixgetränke wie Cocktails oder Lillet Wild Berry zum Sektempfang anbieten. Das reicht für eine gelungene Hochzeit vollkommen aus. Zudem müsst Ihr dabei nicht das Teuerste wählen. Stattdessen ist bei den Weinen wichtig, dass sie zum Essen passen. Zu Meeresfisch bietet sich dafür zum Beispiel ein Weissburgunder an, zu Hirsch sind hingegen die berühmten Rotweine aus Südfrankreich eine beliebte Wahl.

Spartipps Hochzeit Catering

Wer großen Wert auf Siegel wie „Bio“ oder „Demeter“ legt, sollte dann auch passend bei den Weinen darauf achten. Auch hierfür werdet Ihr beispielsweise in Südfrankreich fündig. Manchmal könnt Ihr die Getränke selbst besorgen und damit billiger als über den Caterer. Auch das solltet Ihr beim Einholen verschiedener Angebote berücksichtigen.

Hochzeitstorte

So eine Hochzeitstorte sieht toll aus und gehört zu einer gelungenen Feier dazu – keine Frage. Doch oftmals sind diese Torten vom Konditor sehr teuer und geschmacklich vielleicht gar nicht das, was Ihr Euch eigentlich vorgestellt habt. Immer mehr Brautpaare entscheiden sich deshalb dafür, die Hochzeitstorte kurzerhand selbst zu backen, beziehungsweise eine talentierte Verwandte oder Freundin damit zu beauftragen. Schlussendlich kommt es  auf den Geschmack an und so könnt Ihr für wenig Geld Eure Lieblingstorte auftischen. Auch die Dekoration kann dann individuell gestaltet werden. Wichtig ist jedoch – egal, ob es sich um eine eigene oder gekaufte Torte handelt – dass es genug für jeden Gast gibt. Also lieber eine weniger imposante, dafür aber leckere Torte, von der alle Gäste kosten können.

Hochzeitstorte Tipps

Traut Ihr Euch hingegen nicht zu, die Torte selbst zu backen, könnt Ihr diese mit folgendem Trick günstiger kaufen: Bestellt keine Hochzeitstorte, sondern einfach eine Torte für einen besonderen Anlass wie beispielsweise einen Geburtstag. Dabei könnt Ihr Geschmack und Design ebenfalls selbst wählen, zahlt aber in den meisten Konditoreien nur einen Bruchteil des Preises für eine Hochzeitstorte. Den Cake-Topper und ein wenig Blumendeko vom Floristen könnt Ihr nach am Abholen noch schnell selbst draufstellen – und fertig!

Die richtige Präsentation

Das Auge isst mit, wie man so schön sagt. Bei einer schönen Präsentation können die Gäste meist gar nicht einschätzen, wie hochwertig und teuer das Essen war. Sie entscheiden hingegen nach dem Geschmack und der Optik. Auch günstigeres Essen kann also überzeugen, wenn es gut schmeckt und ansprechend präsentiert wird. Das gilt sowohl für den Hauptgang als auch die Getränke, das Vorspeisenbuffet, das Dessert, die Käseplatte oder was auch immer Ihr servieren möchtet.

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Apropos Dessert: Die Nachtische könnt Ihr natürlich, ebenso wie die Hochzeitstorte, ebenfalls selbst in Form einer Kuchen- und Candybar machen. Kuchen, Cupcakes, Cookies und Ähnliches können oft problemlos schon ein bis zwei Tage vor der Feier gebacken werden. Auch „Mousse au Chocolat“ und viele andere beliebte Desserts brauchen in der Herstellung nur wenige Minuten. Klärt dies aber bitte auch unbedingt vorher mit Eurem Locationbetreiber bzw. Caterer ab.

Habt Ihr selbst dafür keine Zeit, fragt doch Familie und Freunde, ob sie eventuell einen Nachtisch beziehungsweise Kuchen mitbringen möchten. Die Bereitschaft dazu ist oft hoch, schließlich möchten Freunde und Familie meist gerne etwas zu Eurer Hochzeitsfeier beisteuern und Euch dadurch ein ganz persönliches Hochzeitsgeschenk machen.