Obwohl die Mehrheit im Sommer heiratet und dies wohl auch so bleiben wird, entdecken immer mehr Brautpaare die Vorteile einer Winterhochzeit – keine ausgebuchten Dienstleister, romantische Hochzeitsfotos, sinnliche Hochzeitsdeko und eine schnellere Hochzeitsplanung. Pinterest und Instagram haben durch Bilder von Bräuten, die sich im weißen Kleid perfekt in die Winterlandschaft einfügen, ihren Teil zu diesem neuen Trend beigetragen. Die eigene Hochzeit soll in jedem Fall einzigartig und unvergesslich werden. Warum also nicht die Traumhochzeit in den Winter legen? Hier sind die besten Tipps für die Hochzeitsvorbereitungen:

1. Mehr Spielraum bei der Planung

Während Hochzeitsdienstleister in der Hochsaison 2-3 Hochzeiten pro Wochenende managen müssen und beliebte Hochzeitslocations meist schon 2 Jahre im Voraus ausgebucht sind, ist der Auftragskalender im Winter noch schlank. Die Anbieter haben mehr Zeit und freuen sich über jeden Auftrag. So geht auch die Planung schneller und eine Hochzeit ist unter Umständen sogar in wenigen Monaten realisierbar. Typische Sommerlocations, die im Winter eine längere Flaute vermeiden wollen, sind unter Umständen erschwinglicher. Hier lohnt es sich, gut zu recherchieren und einfach mal nachzufragen, welche Konditionen machbar sind. Die Ausnahme sind jedoch beliebte Winterlocations, womit wir auch schon zum nächsten Punkt kommen.

2. Berghütten sind meist lange vorher ausgebucht

Wer im Winter heiraten möchte, dem ist die Vorstellung einer verschneiten Berghütte in einer romantischen Winterlandschaft sicherlich bekannt. Österreichs Skigebiete sind reich an solchen schönen Locations mit winterlichem Ambiente. Das wissen jedoch auch andere Paare und da in den Wintermonaten mittlerweile doch schon mehr als 5.000 Hochzeiten stattfinden, sind solche Locations sehr früh zu buchen.

Beliebte Winterlocations sind auch idyllische Anwesen und Schlösser außerhalb der Stadt, die nicht in grauem Matsch und Autolärm versinken.

3. Hochzeitstermin schlau wählen

Ist der Freundeskreis im Heiratsalter, kann es schon einmal vorkommen, dass man im Sommer zu 4-5 Hochzeiten eingeladen ist. Eine Hochzeit im Winter hingegen ist eine Seltenheit und für viele eine willkommene Abwechslung. Im Besonderen für die werten Herren, die dann nicht den ganzen Tag bei 30°C Sommerhitze im Anzug schwitzen müssen.
Trotzdem sollte auch bei einer Winterhochzeit der Termin schlau gewählt werden. Wir raten Euch zu einer Feier im Januar oder Februar. Der Dezember klingt zwar verlockend, jedoch sind viele im Weihnachtsstress, die Terminkalender sind voll und diverse Einladungen für Weihnachtsfeiern stehen an. Eure Traumhochzeit soll schließlich nicht zwischen mehreren Events untergehen.

4. Frau Holle spielt nicht immer mit

Klar möchte man, dass sich im Winter gerade am eigenen Hochzeitstag das Wetter von seiner besten Seite zeigt. Sprich: Eine schöne Schneelandschaft. Seid nicht enttäuscht, wenn an Eurem großen Tag der Schnee ausbleibt. Sowie man bei einer Outdoor-Hochzeit im Sommer den Regen miteinberechnen muss, kann es sein, dass kein Schnee fällt oder Ihr eventuell von 5 Meter Neuschnee überrascht werdet. Im ersten Fall könnt Ihr den Schnee auch „künstlich“ in Eure Hochzeitsdeko einbringen etwa durch Kunstschnee auf den Hochzeitsblumen, weißen Elementen wie Baumwollblüten oder durch reichliche Puderzucker am süßen Buffet.

Herrscht allerdings ein Winterchaos, was in den Bergen nicht unwahrscheinlich ist, müsst Ihr mit längeren Wegzeiten von Kirche zur Location und matschigen bzw. rutschigen Gehwegen rechnen. Checkt unbedingt die Wetter-Apps und informiert Eure Gäste, wenn sie z.B. Schneeketten benötigen.
Aber bedenkt, je kälter und dunkler es draußen wird, desto schöner und gemütlicher wird es in der liebevoll dekorierten Location.

5. Das richtige Outfit

Bei Schnee und Regen raten wir auf eine lange Schleppe zu verzichten bzw. diese entsprechend hochzubinden. Besondere Highlights für ein winterliches Hochzeitsoutfit sind zum Beispiel ein Bolero aus Kunstfell, ein Cape mit langen Handschuhen sowie Blumen und Glitzerelemente im Haar. Für Hochzeitsfotos im Schnee solltet Ihr Euch unbedingt warm anziehen. Was unter dem Kleid ist, sieht niemand. Thermoleggings sind also erlaubt. Und Moon-Boots sind ein toller Hingucker auf den Fotos und passen ohnehin besser zur Winterlandschaft als normale Brautschuhe.

Ihr könnt auch farbliche Akzente setzen wie zum Beispiel mit Brautschuhen oder eine Krawatte in Eurer winterlichen Hochzeitsfarbe (Foto: Barbara Wenz)

6. An die Gäste denken

Wer zuerst in der kühlen Kirche heiratet und erst danach auf die warme Hütte fährt, sollte seinen Gästen ausreichend Zeit für einen eventuellen Kleiderwechsel geben. Außerdem sind Euch die Leute dankbar, wenn Ihr für ausreichend Decken sorgt, damit niemand im Laufe des Tages frieren muss. Schließlich sind elegante Outfits und Kleider nicht gerade warm.
Ein paar Gummistiefel in unterschiedlichen Größen sind hilfreich, wenn die Gäste frische Luft schnappen wollen. So macht sich niemand die schönen Schuhe schmutzig und die Damen ersparen sich nasse Füße in ihren Highheels. Auch die bekannten „Freudentränen-Taschentücher“ sind unbedingt zu empfehlen, da diese in der kalten Jahreszeit sehr schnell umfunktioniert werden um laufenden Nasen zu stoppen. Neben Regenschirmen könnt Ihr außerdem Handwärmer bereitstellen.

7. Winterliches Hochzeitskonzept

Ihr heiratet im Winter – schmückt das aus. Am besten indem Ihr das romantische, winterliche Thema in Euer Hochzeitskonzept einfließen lasst. Dabei ist bei der Dekoration alles erlaubt was die Natur zu bieten hat: Tannzapfen, Zweige, Nüsse, Zimtstangen, rote Äpfel etc.

Die besten Deko-Ideen und Inspirationen für eine Winterhochzeit findet Ihr ebenfalls im Hochzeitskiste-Blog und auf unserer Pinnwand:

8. Achtung bei den Hochzeitsblumen

Nicht jede Blume verträgt die Kälte gut. Es wäre doch schade, wenn Brautstrauß, Anstecker und Autoschmuck aufgrund der kalten Luft schnell die Köpfchen hängen lassen. Fragt am besten Euren Floristen nach geeigneten Winterblumen (Foto: Barbara Wenz).

9. Glühwein und Bowle

Ein besonderer Tipp für bzw. anstatt des normalen Sektempfangs: Punsch, Glühmost, Glühwein und heiße Schokolade mit Rum. Im Winter wird der Koch wahrscheinlich auch Euer Hochzeitsmenü saisonal anpassen. Warum dann nicht auch die dazu passenden Getränke servieren?

Viel Spaß bei der Planung Eures Wintermärchens!