Damit auf der Hochzeit die richtige Stimmung herrscht und sich die Gäste auch gut unterhalten, braucht es eine durchdachte Sitzordnung. Mit der folgenden Checklist kommt Ihr in 8 Schritten zum optimalen Sitzplan für Euren großen Tag.

Ein Tipp vorweg: Beginnt damit nicht zu spät, den der richtige Sitzplan nimmt einige Zeit in Anspruch.

1. Gästeliste

Die wichtigste Grundlage Eures Sitzplans bildet selbstverständlich die Gästeliste. Auch wenn Ihr zu Anfang nur eine vorläufige Gästeliste habt, benötigt Ihr diese sowohl bei der Auswahl der Location, als auch für den Tischplan.

Tipp: Es erleichtert die Erstellung des Sitzplans ungemein, wenn Ihr die Gäste gleich in verschiedene Kategorien unterteilt: Eltern, Großeltern, Trauzeugen, ältere, junge und „unkomplizierte“ Gäste, Freundeskreis, entfernte Verwandtschaft oder auch „verrückte“ Gäste, die man besser nicht an irgendeinen beliebigen Tisch setzt.

2. Tischplan der Hochzeitslocation

An zweiter Stelle benötigt Ihr einen ordentlichen Lage- und Tischplan von Eurer Location. Besprecht mit Eurem Anbieter am besten schon im Vorfeld welche Möglichkeiten der Raum zu bieten hat. Dazu gehören:

  • die Anordnung der Tische (E-Form, T-Form, U-Form oder für größere Hochzeiten ab etwa 70 Personen runde Tische oder einzelne Tafeln)
  • die Anzahl der Plätze pro Tisch (Platz und Beinfreiheit beachten!)
  • die Platzierung von Geschenketisch, Buffet, Candy Bar, Tanzfläche etc.
  • weitere Sitzmöglichkeiten für Gäste (z.B. in der Nähe der Tanzfläche)
  • bleibender Freiraum für etwaige Aktivitäten (z.B. Fotobox, Gästebuch)
3. Brauttisch

Für den Brauttisch müsst Ihr zunächst festgelegen, ob Ihr eine traditionelle Ehrentafel wünscht oder es etwas moderner angehen wollt. Traditionellerweise sitzen ausgehend vom Brautpaar die Eltern, die Großeltern, die Trauzeugen, evtl. die Geschwister und – in ländlichen Regionen – auch der Pfarrer mit am Brauttisch. Dabei sitzt der Bräutigamvater direkt neben der Braut und die Brautmutter neben Bräutigam. Danach folgen deren Partner und die Großeltern.

Wer es mit der Tradition nicht ganz so streng nimmt, kann auch enge Freunde an die Ehrentafel platzieren und Großeltern sowie Geschwister an einem Tisch in der Nähe.

4. Personen nach Interessen, Bedürfnissen und Alter anordnen

Ausgehend vom Tischplan Eurer Location und der Gästeliste, könnt Ihr nun anfangen die Gäste auf einzelne Tische zu gruppieren. Idealerweise setzt Ihr natürlich Gäste zusammen, die sich kennen. Weil das aber nicht immer möglich oder ratsam ist, haltet Euch auch an mögliche, gemeinsame Interessen oder setzt Personen gleichen Alters nebeneinander. Außerdem solltet Ihr auf mögliche Bedürfnisse und Einschränkungen Eurer Gäste eingehen (z.B. ältere Personen nicht am Gang oder nahe den Lautsprechern setzen). Zerstrittene Personen müssen klarerweise räumlich getrennt werden (das gilt besonders für den Brauttisch).

5. Kindertisch?

Kommen zur Hochzeit auch mehrere Kinder über 4 Jahre, empfiehlt sich ein eigener Kindertisch mit Malbüchern und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten. Damit kommt keine Langeweile auf und die Eltern können die Hochzeitsfeier auch besser genießen, wenn ihre „Bälger“ beschäftigt sind.

6. Tische nummerieren

Habt Ihr nun Eure Grüppchen gebildet, dann weist ihnen die passenden Tischnummern zu. Alternativ könnt Ihr Euch auch kreative Namen für die Tische aussuchen wie z.B. Urlaubsländer oder Sehenswürdigkeiten, die Ihr als Paar besucht habt.

7. Sitzplan-Tafel für den Eingangsbereich

Damit sich Eure Gäste gleich beim Eintreffen in der Location orientieren können, stellt am besten eine Übersicht des Sitzplans am Eingang auf. Ob auf einer schön verzierten Tafel, an einer Schnur befestigt oder in hübschen Bilderrahmen, ein schöner Sitzplan gehört einfach zur Hochzeitsdeko.

Tipp: Erstellt einen Sitzplan und eine Fotogalerie in einem, indem Ihr Polaroid-Schnappschüsse oder alte Fotos von Euren Gästen der jeweiligen Tischnummer zuordnet.

8. Tischkarten und Platzkarten

Zu guter Letzt benötigt Ihr noch für jeden Tisch eine Tischkarte mit Nummer sowie die Platzkärtchen mit dem Namen Eurer Gäste.

Tipp: Platzkarte und Gastgeschenk geht auch in einem z.B. etwas zum Naschen mit Foto und Namen des Gastes als Etikett.

Die schönsten DIY Ideen für Sitzpläne und Tischkarten haben wir für Euch wieder auf Pinterest gesammelt.

Viel Spaß beim Planen!